Mutter trägt ihr Baby in einer WrapCon Babytrage. Sie hält einen Regenschirm

Was tun, wenn mein Baby in der Trage weint?

Was tun, wenn mein Baby in der Trage weint?

Was tun, wenn das Baby in der Trage weint? 

Was könnt ihr tun, wenn euer Baby weint und scheinbar nicht getragen werden möchte? Das kann sehr verunsichernd sein, besonders wenn man selbst erst anfängt, sich mit dem Thema Tragen näher zu beschäftigen. Wir haben für euch einige Ursachen und mögliche Lösungen zusammengetragen. 

 

Manchmal scheint es nicht so einfach zu sein. Das Baby beruhigt sich nicht, es weint oder schreit in der Trage. Und wir fragen uns, was los ist, woran es liegt, ob wir etwas falsch machen – oder sogar, ob es gar nicht getragen werden möchte. Wir können euch beruhigen, die allermeisten Babys brauchen und lieben eure Nähe. 

Hier ist es hilfreich, auf Ursachensuche zu gehen. Meist gibt es einen guten Grund für das Unwohlsein. Und wenn wir es schaffen, dass wir als Tragende und das Baby sich wohlfühlen, klappt meist auch das Tragen wieder entspannter.

 

Mögliche Ursachen und Lösungsansätze können sein:

Ein häufiger Grund ist die eigene Unsicherheit.
Wir starten vielleicht ganz frisch in das Abenteuer Tragen, und es sitzen weder alle Handgriffe, noch fühlen wir uns sicher mit dem, was wir tun. Das ist auch völlig in Ordnung, niemand startet perfekt! Babys sind einfach sehr sensible Wesen, die unsere Stimmung wie ein Seismograph aufnehmen. Fühlen wir uns sicher, dann tun sie es ganz oft auch. Wir können uns also helfen, indem wir einfach selbst, gern ohne Baby und mit einer Puppe oder Kuscheltier, die gewünschte Bindeweise oder Trage so lange üben, bis wir uns im Ablauf sicherer fühlen und ein Gefühl dafür bekommen, worauf wir achten müssen.

 

Dabei wirkt ein/e Trageberater/in an eurer Seite Wunder!
So kann als Erstes abgeklärt werden, ob die Trageweise, das Tragetuch oder die Tragehilfe passend für euch ist: Fühlt ihr als Eltern euch damit wohl? Sitzt euer Baby gut darin: Ergonomisch in der Anhock-Spreiz-Haltung? Ist es ausreichend gestützt, bekommt gut Luft und versinkt weder in der Trage, noch hat es zu wenig Halt? Ein Profi kann euch direkt sagen, wo es bei eurer Trage Optimierungsmöglichkeiten gibt und ob sie zu euch und eurem Baby passt. Außerdem gibt eine Trageberatung genug Zeit, alle Ursachen abzuklären. Man hat einen erfahrenen Lehrer in Sachen Babytragen, den man auch später jederzeit bei Fragen kontaktieren kann. Das gibt Ruhe, Sicherheit und entspannt euch als Eltern. 

 

Blockaden und Geburtstraumata als mögliche Ursachen
Ein weiterer Punkt, den man abklären kann: Hat ein Baby möglicherweise eine Blockade? Gab es bei der Geburt eventuell beeinflussende Ereignisse? Hier ist die Diagnose und Behandlung eines Kinderartzes und später durchaus auch Ostheopathen, der auf Babys spezialisiert ist, oft sehr wichtig und hilfreich, damit sich Babys beim Tragen entspannen können. 
 
Alltägliche Hindernisse
Trotzdem kann es natürlich auch später Situationen geben, wo nicht alles optimal läuft.

Weitere Ursachen können sein:
 
Das Baby ist wieder ein bisschen hungrig.
Schafft euch immer wieder Momente um zu stillen oder zu füttern. Ein sattes, waches Baby ist eine gute Voraussetzung, um Neues zu probieren!
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Dein Baby möchte mehr sehen!
Es ist schon etwas älter und möchte mehr sehen von der Welt - oft ab dem 4. bis 6. Monat der Fall. Hier hilft der Wechsel der Trageposition. Auf der Hüfte und auf dem Rücken getragen, erweitert sich der Blickwinkel eures Kindes, es kann mehr wahrnehmen und ist dadurch häufig zufriedener. Bitte trotzdem nicht nach vorn gewandt tragen! Warum nicht, erklären wir euch in unserem Artikel.
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Ein anderer Grund kann sein, dass Stillkinder die Muttermilch riechen und dann gern trinken wollen. In diesem Fall könntest du probieren, beim Tragen zu stillen. Oder du probierst, ob es hilft, dein Baby auf dem Rücken zu tragen. Dies geht auch in Tragehilfen mit der richtigen Einstellung früher als oft angenommen.
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Vielleicht hat euer Baby Bauchgrummeln, muss ein Bäuerchen machen, oder leidet unter Koliken.
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Viele Kinder haben auch ganz archaisch noch den Reflex, nicht an die Eltern gekuschelt in der Trage urinieren zu wollen, müssen sich aber erleichtern und sind daher unruhig und winden sich. Da hilft manchmal, sie noch einmal zu wickeln oder abzuhalten (siehe Thema „Windelfrei“).
Auch zu warme oder kühle Kleidung kann Unwohlsein verursachen. Im Nacken kann man prüfen, ob dem Kind zu warm oder kalt ist. 
Manchmal finden Babys auch schlecht in den Schlaf oder sind unzufrieden, wenn die ganzen Sinneseindrücke der großen Welt sie ein bisschen überwältigen. Dann könnte man schauen, ob das Tragen zu einem späteren Zeitpunkt besser klappt, wenn das Baby ruhiger ist.
Ein weiterer Trick ist auch, schon beim Anlegen der Trage leicht zu wippen, immer wieder zwischendrin zu schaukeln und alles ganz langsam und behutsam auszuführen. Ist das Baby in der Trage, hilft es, direkt los zu gehen und in Bewegung zu kommen. Das wirkt beruhigend und ist oft sehr hilfreich, wenn die Kleinen einfach sehr ungeduldig sind.
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Kann man nicht direkt einen Spaziergang machen, hilft manchmal auch, mit dem Baby sitzend auf einem Gymnastikball zu wippen.
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Schaukelnde und beruhigende Bewegungen haben die Kleinen auch zum Beispiel beim Kanga, dem Tanzen mit Baby in der Trage. 
 
Habt ihr euch in keiner dieser Situationen wiederfinden können und habt Fragen zum Tragen eures Babys oder Probleme, für die ihr noch keine Lösung gefunden habt - sprecht uns an, schreibt uns eine Mail im Kontaktformular oder ruft uns an unter 03342 42 161 42. Wir sind für euch da und finden mit euch gemeinsam eine Lösung für jedes Trageproblem!

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